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Stifter für die Hospizbewegung gesucht

Die Hospizbewegung wird seit ihrem Beginn sehr wesentlich von bürgerlicher Bereitschaft getragen. Das Spenden ist ein wesentlicher Teil dieses Engagements. Es bedarf auch in der Zukunft möglichst vieler Individuen, die sich mit ihren persönlichen und monetären Möglichkeiten für schwerstkranke und sterbende Patienten engagieren.

Die bundesweite Initiative “Stiften für Hospiz” ist Jahre 2010 unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) gestartet worden.

“Stiften für Hospiz” möchte mit Feierlichkeiten, wie etwa dem “Stiftergespräch” im Schloss Britz, die Öffentlichkeitsarbeit im Hospiz- und Palliativbereich stützen. Noch mehr Personen spllen von der Hospizidee überzeugt und dazu animiert werden, die Hospizarbeit durch Stiftungsneugründungen zu unterstützen. In der Bundesrepublik sind gut 90 Stiftungen in der Unterstützung von Schwerstkranken und Sterbenden aktiv. Stagnierend ist jedoch die Zahl der Stiftungsneugründungen.

Weitere Informationen unter www.stifter-fuer-stifter.de

Wie wäre es roh?

Jeder Mensch braucht eine andere Ernährung.

Manche Leute essen gerne viel Fleisch, andere hingegen nur Gemüse, die einen essen gerne im Restaurant, die anderen kochen lieber selbst … . So verschieden die Leute sind, so verschieden ist auch ihre Ernährung!

Während die meisten Leute am ehesten Obst roh essen, jedoch Fleisch und Gemüse lieber gekocht oder gebraten genießen, gibt es eine wachsende Anzahl betont gesundheitsbewusster Menschen, die es wagen, auch Gemüse roh zu essen. Die ganz hart gesottenen Zeitgenossen essen sogar Fleisch roh, obgleich dies bei den zarter besaiteten Mitmenschen unter uns ein spürbar mulmiges Gefühl in der Magengegend aufkommen lässt!

Der Patient im Mittelpunkt der Krebsforschung

Neue Medikamente gegen den Krebs, Finanzierbarkeit moderner Therapien und verbesserte Früherkennungsmaßnahmen waren bislang die hauptsächlichen Themen in der Krebsforschung. Dabei wurde der Patient als Individuum häufig übersehen. Mit dem vierten Behandlungsfeld des Nationalen
Krebsplans steht “Der Patient im Mittelpunkt” der Krebsforschung.

Dass zur bestmöglichen Behandlung eines Krebspatienten nicht nur die neuesten Therapien nötig sind, sondern auch eine ausführliche Beratung und Hilfestellungen nach der Behandlung wieder in den Lebensalltag zurück zu finden, ist unumstritten. Die Umsetzung in der Praxis ist für die Leistungserbringer jedoch eine Herausforderung.

Formuliertes Ziel des Nationalen Krebsplanes ist es, Ärzte im Umgang mit Patienten und deren Angehörigen zu unterstützen. Es muß sichergestellt werden, dass Patienten Zugang zu adäquaten Informationen haben, dass und ihre Patientenkompetenz gestärkt wird.

DHPV: keine Geschäfte mit der Sterbehilfe

Anlässlich der aktuellen Debatte über die Sterbehilfeaktivitäten in den Niederlanden und der Schweiz äußert sich der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV):
“Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der schwerstkranke und sterbende Menschen Zuwendung und Solidarität erfahren, eine Gesellschaft, in der Menschen bereit sind, Leid und Verzweiflung gemeinsam auszuhal-ten,” dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz und PalliativVerbands.

In den Niederlanden war im Februar der Einsatz mobiler Teams bekannt geworden, in der das Arzt-Patientenverhältnis aus Sicht des DHPV ausschließlich auf Sterbehilfe reduziert wird. Vor wenigen Tagen hatte der Fußballer Timo Konietzka mit Unterstützung des Sterbehilfevereins Exit in der Schweiz den Freitod gewählt. Vor diesem Hintergrund seien der weitere Ausbau der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung und die Verbesserung der Situation in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vordringlich.

Apotheker bieten Reiseimpfberatung an

Auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin bieten Apotheker eine Reiseimpfberatung für Nah- und Fernziele an.
Mit einem eigenen Messestand und fachkundigem Personal machen sie auf einen Teil des Leistungsspektrums aufmerksam, der in vielen Apotheken in ganz Deutschland als freiwillige Zusatzleistung angeboten wird.

Neben der rechtzeitigen Impfberatung gehört auch das sorgsame Zusammenstellen einer Reiseapotheke zur Urlaubsplanung dazu – darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin.

Je nach Region, Jahreszeit und Art des Reisens kann die Impfempfehlung sehr unterschiedlich sein. Erfahrungsgemäß zählen Thailand, Indien, Kenia, Namibia und Südafrika zu den Nachfrageschwerpunkten auf der Messe ITB.

Hepatitis A, Malaria, Japanische Enzephalitis, Tollwut und Dengue-Fieber gehören zu den oft für Fernreisen empfohlenen Impfungen. Aber auch für den Alltag und Nahreisen wichtige Impfungen gegen Tetanus oder Diphterie werden abgefragt und ggf. zur Auffrischung empfohlen.

Die Reiseberatung ist eine der Dienstleistungen in vielen Apotheken, die über die Abgabe von und Beratung zu Arzneimitteln hinausgeht. Den Preis der jeweiligen Dienstleistung legt der Apothekenleiter fest.

Über 9000 Teilnehmer beim 30. Deutschen Krebskongress

Mehr als 9000 Teilnehmer aus Medizin, Pharma und Politik haben in diesem Jahr den Deutschen Krebskongress in Berlin besucht. Am anschließenden Krebsaktionstag nahmen ca. 2000 Besucher teil – die zahlreichen patientenverständlichen Beratungs- und Informationsangebote für Betroffene, deren Angehörige und Interessierte stießen auf ein reges Interesse.

Der Deutsche Krebskongress findet alle zwei Jahre statt. Es ist der größte onkologische Kongress im deutschen Sprachraum.

Der diesjährige Deutsche Krebskongress stand unter dem Motto: „Qualität sichern – Forschung fo(e)rdern“. Topthemen waren die Krebsfrüherkennung, die Qualität der onkologischen Versorgung, innovative Arzneimitteltherapien und eine stärkere Patientenorientierung.

Deutscher Krebspreis der DKG e.V.

Im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses 2012 verleiht die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. bereits zum 27. Mal den Deutschen Krebspreis. Die Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen und aktuelle sowie zukunftsweisende Arbeiten im Bereich Onkologie erhalten in diesem Jahr für den klinischen Teil Herr Prof. Dr. Michael Bamberg (Tübingen), für den experimentellen Teil Herr Prof. Dr. Florian Greten (München) und für den translationalen Teil Frau Prof. Dr. Charlotte Niemeyer (Freiburg).
Jede Preiskategorie ist mit einem Preisgeld i. H. v. 7.500 Euro dotiert und wird von den Firmen Amgen GmbH, Pfizer Pharma GmbH und Sanofi-Aventis Deutschland GmbH gestiftet.

Mit dem Deutschen Krebspreis 2012 für klinische hochwertige wissenschaftliche Leistungen wurde der 64-jährige Prof. Dr. Michael Bamberg von der Klinik für Radioonkologie der Universitätsklinik Tübingen ausgezeichnet. Seine richtungsweisenden Studien haben die Therapie von Hirntumoren in allen Altersgruppen grundlegend geprägt. Seine wissenschaftlichen und klinischen Tätigkeiten zeichnen sich darüber hinaus durch einen interdisziplinären Ansatz aus.

Krankmeldungen auf Höchststand

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Die Krankmeldungen deutscher Arbeitnehmer erreichten im Jahr 2011 den höchsten Stand seit 15 Jahren. Die DAK-Gesundheit analysiert in ihrem Gesundheitsreport 2012 nicht nur neue Trends beim Krankenstand. Sie geht auch der Frage nach, welche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt im Arbeitsleben lauern. Bislang wurde das Augenmerk vornehmlich nur auf die “Klassiker” Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel oder zu viel Fett im Blut gelegt.

Für den Gesundheitsreport hat die DAK-Gesundheit die Krankschreibungen von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten mit Hilfe des ­IGES Instituts aus Berlin ausgewertet.

Die Arbeitswelt ändert sich stetig. So wirken sich die ersten Anzeichen des demografischen Wandels auch auf den Krankenstand aus. „Die Belegschaften sind schon heute durchschnittlich älter als vor zehn Jahren. Ältere Mitarbeiter sind seltener krank als Jüngere, dafür aber deutlich länger“ sagt Herbert Rebscher, Chef der DAK-Gesundheit
Erst kürzlich hatte die Bundesagentur für Arbeit gemeldet, dass der Anteil der 60- bis 65-Jährigen an allen Erwerbstätigen sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht hat.

Wenn die Schuhe sich im Kühlschrank finden

Ute K. erkennt ihre 80-jährige Mutter nicht wieder. Die Frau, die immer so fürsorglich und gelassen war, reagiert jetzt immer wieder aggressiv. Oft reichen kleine Anlässe für einen regelrechten Wutausbruch, etwa wenn Ute K. ihre demenzkranke Mutter zum Gang ins obere Stockwerk bewegen will. Frau K. fühlt sich zunehmend ohnmächtig, will sie ihre hilfsbedürftige Mutter doch bestmöglich unterstützen.

Wie kann ich einen Herzinfarkt vermeiden?

Der Herzinfarkt ist noch immer die häufigste Sterbeursache. Er kann jederzeit kommen – auf der Straße oder im Schlaf.

Dr. KotzerkeHerr Dr. Kotzerke, Kardiologe und Chefarzt der Inneren Medizin am Klinikum Landkreis Tuttlingen, erklärt die Ursachen und wichtigsten Vorsorgemaßnahmen von Herzinfarkten.

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

Dr. Kotzerke: Mit dem sogenannten PROCAM-Score kann das individuelle Infarktrisiko berechnet werden. Darin wurden Daten von 50.000 Menschen verglichen, die Angaben über das LDL-Cholesterin, das HDL-Cholesterin, den Triglyceridspiegel, den systolischen Blutdruck, den Blutzucker, Alter, Geschlecht, Zigarettenrauchen, die Einnahme von Blutdrucksenkenden Medikamenten und Herzinfarkte in der Familie machen. Ein Computerprogramm ermittelt dann das Risiko, innerhalb der nächsten 10 Jahre einen Herzinfarkt zu erleiden. Zusätzlich zu diesen Markern ist erwähnenswert, dass auch Stress sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Ein Abbau von Stresshormonen durch körperliche Bewegung hingegen reduziert das Infarktrisiko.

Um einen Herzinfarkt schon im Frühstadium zu erkennen, ist es wichtig, die Symptome zu kennen. Woran merke ich selbst, dass mit meinem Herzen plötzlich etwas nicht in Ordnung ist?

Dr. Kotzerke: Typisch für einen drohenden Herzinfarkt sind plötzlich auftretende, drückende Schmerzen auf der Brust. Die Betroffenen fühlen sich „als ob ein Stein auf der Brust liegt“ oder „wie in einem Schraubstock“. Manchmal ist der Schmerz auch mehr ziehend oder brennend, oft ausstrahlend in die linke Schulter und den linken Arm, selten auch nach rechts ausstrahlend. Es kommt auch vor, dass die Schmerzen im Oberbauch wie ein Magengeschwür gespürt werden oder im Hals oder gar Unterkiefer wie Zahnschmerzen. Oft sind sie mit Angstgefühlen verbunden und werden dadurch bedrohlicher wahrgenommen als Schmerzen sonstiger Ursache. Hinzutretende Luftnot kann die Beschwerden besonders beengend wirken lassen. Durchaus typisch sind dabei auftretende Schweißausbrüche und Schwächegefühle, auch Übelkeit und Erbrechen. Treten Schwindel, Schwarzwerden vor Augen, Kollapszustände zusätzlich auf, kann das eine lebensbedrohliche Entwicklung ankündigen. Die Beschwerden können nach leichteren Vorboten kommen, aber in der Mehrzahl treten sie plötzlich und unerwartet auf, nicht selten in den frühen Morgenstunden oder aus dem Schlaf heraus. Bei Frauen und bei Diabetikern können die Symptome auch weniger stark ausgeprägt auftreten. Nicht immer sind die Beschwerden so stark wie im Lehrbuch beschrieben.

Was ist in einem solchen Fall zu tun?

Akute Zustände dieser Art sind stets Grund genug, den Notarzt zu rufen wegen Verdacht auf Herzinfarkt: Die Rettungsleitstelle ist unter Telefon 19222 erreichbar. Ein Transport ins Krankenhaus ist notwendig. Zusätzlich zum EKG können Blutuntersuchungen bei der Infarktdiagnose helfen. Manchmal hilft eine Ultraschalluntersuchung des Herzens weiter. Definitive Klarheit ergibt die Herzkatheteruntersuchung, bei der eine Herzkranzgefäßverengung oder –verstopfung dann auch gleich beseitigt werden kann.

Ob infarktgefährdet oder gesund – was kann jeder von uns präventiv tun, um das Herzinfarktrisiko zu senken?

Dr. Kotzerke: Eine gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, Fisch, cholesterinarme Fleischsorten) und regelmäßige körperliche Bewegung sind die beste Vorsorge. Fahrrad statt Auto, Treppe statt Fahrstuhl! Bereits ein täglicher Spaziergang ist ein Anfang.