Krankmeldungen auf Höchststand

krankenstand-nach-diagnosen

Die Krankmeldungen deutscher Arbeitnehmer erreichten im Jahr 2011 den höchsten Stand seit 15 Jahren. Die DAK-Gesundheit analysiert in ihrem Gesundheitsreport 2012 nicht nur neue Trends beim Krankenstand. Sie geht auch der Frage nach, welche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt im Arbeitsleben lauern. Bislang wurde das Augenmerk vornehmlich nur auf die “Klassiker” Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel oder zu viel Fett im Blut gelegt.

Für den Gesundheitsreport hat die DAK-Gesundheit die Krankschreibungen von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten mit Hilfe des ­IGES Instituts aus Berlin ausgewertet.

Die Arbeitswelt ändert sich stetig. So wirken sich die ersten Anzeichen des demografischen Wandels auch auf den Krankenstand aus. „Die Belegschaften sind schon heute durchschnittlich älter als vor zehn Jahren. Ältere Mitarbeiter sind seltener krank als Jüngere, dafür aber deutlich länger“ sagt Herbert Rebscher, Chef der DAK-Gesundheit
Erst kürzlich hatte die Bundesagentur für Arbeit gemeldet, dass der Anteil der 60- bis 65-Jährigen an allen Erwerbstätigen sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht hat.

Der Anstieg der Krankmeldungen auf Grund von psychischen Erkrankungen bereitet weiterhin Sorge. Im vergangenen Jahr stieg ihr Anteil von 12,1 auf 13,4 Prozent am Gesamtkrankenstand. Damit hat sich in den zurückliegenden 15 Jahren der Anteil dieser Krankheitsgruppe am Krankenstand mehr als verdoppelt. Depressionen & Co machen heute knapp ein Siebtel des gesamten Krankenstandes aus.

Ein Schwerpunktthema im DAK Gesundheitsreport ist das Thema Herzinfarkt und Arbeitswelt. Zwar sterben weniger Menschen am Herzinfarkt, jedoch sinkt die Zahl der Krankenhausbehandlungen bei Herzinfarkt seit Jahren nicht mehr. Zudem steigt das Herzinfarktrisiko ab einem Alter von 55 Jahren stark an. Angesichts alternder Belegschaften ist diese Entwicklung auch für die Arbeitswelt relevant.

Muskel-Skelett-Erkrankungen stehen im Krankheitsspektrum aller bei der DAK-Gesundheit versicherten Arbeitnehmer mit 21,3 Prozent aller Krankheitstage ganz vorne. An zweiter Stelle folgen die Erkrankungen des Atmungssystems mit einem Anteil von 16,1 Prozent. Verletzungen liegen an dritter Stelle mit 13,9 Prozent. Die psychischen Erkrankungen sind mit 13,4 Prozent die viertgrößte Krankheitsart. An fünfter Stelle stehen Erkrankungen des Verdauungssystems mit einem Anteil von 6 Prozent.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>