Gesundheit fördern, Kosten sparen

Auch im noch jungen Jahr 2012 sind die ständig teurer werdenden Preise im Gesundheitswesen und der Umgang mit dem demografischen Wandel zwei beherrschende Themen. Die betriebliche Gesundheitsförderung, bspw. durch Kuren, kann für beide Problemfelder ein Weg aus der Kostenexplosion sein: Ein investierter Euro in gesundheitsfördernde Maßnahmen bringt jedenfalls fünf Euro zurück.

Kaum hat das neue Jahr angefangen, machen zwei Meldungen aus der Gesundheits- und Sozialpolitik Schlagzeilen: Der bayerische Ministerpräsident Seehofer meldet Zweifel an der Rente mit 67 an, im Verlauf der Spiegel Ergebnisse einer Studie bekannt, der zufolge knapp ein Viertel der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Nationalstaat Verwaltungskosten sind.

Diverse grundlegende Probleme manifestieren sich hier: Einerseits der demografische Wandel und die mit ihm einhergehende Komplexität der Rentenfinanzierung. Diese zieht die Frage nach der Leistungsfähigkeit im Alter nach sich – Experten bangen, dass der Anstieg des Renteneintrittsalters für viele Clusterung faktisch eine Rentenkürzung bedeutet, da sie nicht in der Lage sein werden, bis zu ihrem 67. Lebensjahr professionell aktiv zu sein. Ein weiteres Problem ist die Explosion der Kosten im Gesundheitswesen. Gleichzeitig hat nun eine Studie von A.T. Kearney gezeigt, dass 23 % der Ausgaben im Ge-sundheitswesen Verwaltungskosten sind und es hier ein großes Sparpotential gibt.

Die aufgezeigten Probleme einstellen eine enorme Belastung für die komplette Volkswirtschaft dar. Mit einer stärkeren Berücksichtigung der Chancen der betrieblichen Gesundheitsförderung könnte dem jedoch auf effiziente Weise entgegengewirkt werden. Vor diesem Hintergrund kann Klaus Holetschek, 1. Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, nicht aufnehmen, dass von der Kassen bei Präventionsmaßnahmen wie der Kur gespart wird, während die Verwaltungskosten besteigen: „Das ist eine absurde Fehlverteilung des Budgets. Würde bei der Verwaltung gekürzt und mehr in die Prävention investiert, könnte man so auch die demografische Fall entschärfen, da einerseits die Ausgaben im Gesundheitswesen gesenkt werden können und aber die Gruppierung länger fit und leistungsfähig bestehen bleiben.“

Denn laut einer Studie der Strategieberatung Booz & Company zahlt sich jeder Euro, der in die betriebliche Prävention investiert wird, auf volkswirtschaftlicher Ebene mit fünf bis 16 Euro aus – je nach Art und Umfang der Aktion. 76 Prozent der Ausfälle, die durch chronische Erkrankungen entbrennen, könnten laut VWL-Professor Peter Oberender durch Prävention verhindert werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht davon aus, dass 30 bis 40 % der Arbeitsunfähigkeitszeiten durch Maßnahmen der Anstalt verhinderbar sind.

Hier legen vor allem betrieblich geförderte ambulante Kuren in ausgewiesenen Kurorten und Heilbädern ein sinnvolles Präventionsinstrument dar. Denn dort sei, so Klaus Holetschek, eine kompetente medizinische Erleichterung mit anerkannten Therapien sichergestellt, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und so eine langfristige Auswirkung haben.

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